Für Begleitung, Wandlung, wenn das Alte nicht mehr trägt“

Mein Weg zurück in Verbindung – mit der Natur, dem Körper, der Stimme

Es ist fünf Jahre her, dass ich aus meinem alten Leben „herausgeflogen“ bin. Damals hätte ich es wohl nicht so genannt – zu viel Unsicherheit, zu viele Fragezeichen. Heute spüre ich: Es war ein heiliger Bruch.

Ich arbeitete damals in der Finanzbranche, in einem Büro, das ich innerlich nur „meine Zelle“ nannte. Parallel dazu begleitete ich Menschen bei Wanderungen in der Natur – zunächst als Ausgleich, aber auch als Einladung an meine eigene Sehnsucht nach Freiheit. Immer wieder fanden sich in meinen Gruppen Menschen in Übergängen – Trauernde, Suchende, Verletzte. Ohne es geplant zu haben, wurde ich zur Wegbegleiterin.

Was ich damals nicht sehen konnte: Ich suchte selbst. Nur wusste ich noch nicht, wonach.


Mit Beginn der Pandemie verlor ich meinen Job – nach zwölf Jahren. Ich war offiziell krankgeschrieben, innerlich aber erleichtert. Die Tür zur Finanzwelt fiel zu. Und ich stand plötzlich ohne berufliches Netz da – aber mit einem stillen Wissen: Jetzt beginnt mein eigener Weg.

Ich machte mich auf – ohne Plan, ohne Ziel. Nur mit wachsendem Vertrauen. Die Yogalehrerin, die mich lange begleitet hatte, hörte auf. Statt einer neuen Lehrerin entschied ich mich für eine Yogaausbildung – ohne zu wissen, was mich erwartet.
Ich landete im Thai-Yoga. Eine Fortbildung dort berührte mich so tief, dass ich am Ende in Tränen ausbrach.
Es war, als würde mein Körper endlich das bekommen, was ihm so lange gefehlt hatte: achtsame Berührung.


Es war der erste von vielen Schritten in ein neues Leben.

Ich tauchte tiefer ein. Lernte die Sprache der Pflanzen. Machte Ausbildungen in Phytotherapie und Ethnobotanik. Besuchte Seminare der Naturpädagogik, vertiefte mich ins alte Vogelwissen und machte eine Ausbildung zum Trekking-Guide – und das Draußen-Schlafen in der Hängematte erlebte ich als ein Gefühl von stiller, purer Freiheit.

Das Lernen veränderte sich. Wissen wanderte aus dem Kopf ins Herz.
Ich begann wieder zu spüren. Nicht nur die Natur. Sondern mich selbst.

Und ich merkte: Ich will mehr. Nicht nur führen – sondern Räume schaffen, in denen Wandel möglich wird.


Ein Teil von mir sehnte sich nach Berührung, Natur, Stille. Ein anderer blieb tief verwurzelt in Struktur, Ordnung und Zahlen.

Nebenher begann ich, als virtuelle Assistentin kleinere Unternehmen zu unterstützen – auch mit Buchhaltung.

Fast unerwartet fand ich eine Brücke.

Ein Newsletter aus dem Thai-Yoga-Bereich suchte Unterstützung – jemanden, der sich sowohl in der Welt der Zahlen als auch in der der Berührung zuhause fühlt.

Ich spürte sofort: Das bin ich.

So übernahm ich die Buchhaltung für diesen Bereich. Es war eine neue Erfahrung – mit manchen Aspekten, die in mir leise Irritation auslösten, ohne dass ich sie ganz benennen konnte. Und doch war es ein wichtiger Schritt, der mir zeigte: Auch Struktur und Intuition dürfen sich verbinden.

Wenig später wurde ich gefragt, ob ich auch das Kassenwesen im „Netzwerk Berührung“ übernehmen möchte – einem Verein, der sich für achtsame Berührung einsetzt. Diese Aufgabe fühlt sich für mich stimmig an, wie ein weiteres Puzzleteil auf meinem Weg.

Kürzlich wurde ich gefragt, ob ich weitere Aufgaben übernehmen möchte – Website, Veranstaltungen, Newsletter.
Es ist schön, mein Organisationstalent mit etwas so Sinnstiftendem zu verbinden.


Vor wenigen Tagen leitete ich ein Waldbaden-Angebot. Viel Achtsamkeit. Viel Stille. Viel Natur.

Am Ende sagte ich, fast nebenbei: „Lasst uns nicht gleich gehen – lasst uns noch halten. Ohne Worte. Einfach da sein.“ Es folgte eine Reihe stiller Umarmungen. Kein Programm. Keine Pflicht. Nur Echtheit.

Ich war tief bewegt.

Und ich wusste:
Ich bin nicht einfach Wanderführerin.
Ich bin Raumhalterin. Für Wandlung. Für Verbindung. Für Stille.


Im vergangenen Jahr kam ein weiteres Element in mein Leben: das heilsame Singen. Ich spürte, wie kraftvoll die Stimme als Brücke wirkt – zwischen Innen und Außen, zwischen Ich und Wir, zwischen dem Alten und dem Neuen.

Demnächst beginne ich eine True-Voice-Ausbildung. Ich will lernen, meiner Wahrheit Klang zu geben.

Nicht lauter. Sondern klarer.


Ich weiß nicht, wohin mich dieser Weg führt. Aber ich weiß: Ich bin unterwegs. Und ich muss ihn nicht allein gehen.

Vielleicht liest du das hier, weil du dich selbst in einer Wandlungszeit befindest. Dann lade ich dich ein, dich zu verbinden – mit mir, mit der Natur, mit deinem eigenen Rhythmus.

Ich glaube daran, dass Berührung – in ihrer stillen, kraftvollen Form – eine der stärksten Kräfte der neuen Zeit ist.

Lass uns gemeinsam lauschen.
Nach innen. Nach außen. In die Zwischenräume.

Wann hast Du Dich das letzte Mal einfach ausgeruht – ohne etwas leisten zu müssen?

Es war kein Tag für große Worte. Kein Tag für Programm. Sondern einer zum Spüren.

Ich durfte eine kleine Gruppe durch den Wald begleiten. Nicht auf einem geplanten Kurs, nicht mit dem Ziel, besonders „achtsam“ zu wirken. Sondern mit der Einladung, sich selbst zu erlauben, langsamer zu werdenWahrzunehmen, was sich zeigt.

Schon beim Ankommen war zu spüren: Hier geht es nicht ums Erleben – sondern ums Sein.

Wir spürten in die Landschaft hinein. Beobachteten, was die Veränderungen des Waldes mit uns machen.
Wie der Übergang von Licht zu Schatten, von Wiese zu Wald uns innerlich bewegt. In dieser Stille fanden wir unseren Ort – ganz intuitiv.

Jede*r fand seinen eigenen Platz für eine Hängematte. Und dann: einfach ruhen. Atmen. Da sein. Eine ganze Stunde lang. Ohne Ablenkung. Ohne Ziel. Ohne etwas tun zu müssen. Nur begleitet vom Klang des Waldes und dem eigenen Rhythmus.

Manchmal ist Berührung nichts Sichtbares – sondern das feine Gefühl, mit sich selbst verbunden zu sein.

Für einige war diese Stunde herausfordernd – gerade weil es nichts zu tun gab. Keine Aufgabe. Kein Ziel. Nur Raum für das, was in uns auftaucht, wenn wir still werden. Und genau darin lag das Geschenk.

Es war kein „klassisches Waldbaden“. Kein Barfußlaufen über Moos. Keine Baumumarmungen. Es war … echter. Erdiger. Tiefer. Für viele vielleicht unspektakulär – aber für uns: genau richtig.


Und dann – die Einladung ins Panzhaus: Ein Ort, der genauso berührt hat wie der Wald. Nicht laut, nicht überladen. Sondern herzlichliebevoll und voller Genuss.

Unter dem Motto „Ebbes von Hei“ wurden wir mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnt – zubereitet vom Panzhaus-Team mit spürbarer Hingabe.

So wurde dieser Tag rund – getragen von StilleBegegnung und echtem Geschmack.

Die Zusammenarbeit mit dem Panzhaus besteht schon seit vielen Jahren – und jedes Mal ist es für mich eine besondere Freude, als Wanderführerin Teil dieser Verbindung von NaturStille und Genuss zu sein.


Reflexionsfrage zum Schluss:


Wann hast du dich das letzte Mal einfach ausgeruht – ohne etwas leisten zu müssen?

Es gibt Tage, die nachhallen – leise, tief und weit. Unsere Weinwanderung rund um das Panzhaus war so ein Tag.

Gemeinsam mit Sommelière Daniela und einer wundervollen Gruppe von Menschen bin ich aufgebrochen, um Natur und Genuss miteinander zu verbinden. Rund sechs Kilometer lang durften wir die Höhen von Greimerath durchstreifen – vorbei an blühenden Wiesen, stillen Waldpfaden und weiten Ausblicken.

Was diese Wanderung besonders gemacht hat, war nicht nur der Wein – sondern das, was zwischen den Schlucken geschah: Begegnung, Lächeln, Innehalten.


Natur als Bühne für Begegnung

Schon zu Beginn war spürbar: Hier geht es um mehr als Bewegung und Geschmack. Die Landschaft selbst – weich und kraftvoll zugleich – trug uns wie ein stiller Begleiter.

An ausgewählten Genussstationen schenkte uns Daniela ihre Expertise in flüssiger Form: Regionale Weine, mit Liebe und Wissen ausgewählt, erzählte Geschichten von Sonne, Boden und Handwerk.

Ich selbst trinke kaum Alkohol – und doch habe ich mich selten so verbunden gefühlt: Mit der Natur, mit der Gruppe – und mit dem, was Menschen bewegt, wenn sie loslassen dürfen.


Ein Moment an der Banneux-Kapelle

Einer der berührendsten Augenblicke war unser Halt an der kleinen Banneux-Kapelle. Ein stiller Ort, der mitten im Grünen ruht – gebaut aus Dankbarkeit und Hoffnung.

Wir standen dort einen Moment schweigend. Nur Wind, Blätterrauschen – und das weiche Knirschen unserer Schritte, als wir weitergingen.

Vielleicht war es genau das, was diese Wanderung so besonders gemacht hat: Dass jede*r auf ihre oder seine Weise im Jetzt ankam.


Genuss, Begegnung, Heimatgefühl – mit dem Panzhaus

Die erste Genussstation erwartete uns direkt am Panzhaus, wo Gastgeber Tim gemeinsam mit Daniela den ersten Wein ausschenkte. Während wir unterwegs waren, bereitete er liebevoll unseren kulinarischen Abschluss vor – mit dem, was das Panzhaus ausmacht: Herzlichkeit, Regionalität und Qualität.

Sven, der im Hintergrund wirkt, organisierte gemeinsam mit seiner Frau Daniela die Stationen – präzise und mit zwei kleinen Überraschungen, die viele zum Staunen brachten.

Zurück im Panzhaus wartete ein gemütlicher Ausklang auf uns. Das Team verwöhnte uns mit „Ebbes von Hei“ -Spezialitäten, guten Gesprächen und dem Gefühl, wirklich willkommen zu sein.


Was bleibt

Am Ende dieses Tages waren wir nicht nur ein paar Kilometer gegangen – sondern auch ein Stück näher zu uns selbst.

Ich danke allen, die dabei waren – für eure Offenheit, eure Geschichten, euer Lächeln. Und ich danke Daniela, dass wir diese Verbindung wagen durften: Natur und Wein, Stille und Freude, Erdung und Leichtigkeit.

Ein herzlicher Dank geht auch an das Panzhaus-Team für die Einladung, die Organisation und das Vertrauen in meine Arbeit.

👉 Hier erfährst du mehr über das Panzhaus: www.panzhaus.de

Fürs Zuhören.
Fürs Schmecken.
Fürs Dasein.


Was kommt

Diese Weinwanderung war vielleicht ein erster Schritt – aber ganz sicher nicht der letzte.
Die Wiederholung ist bereits in Planung, der Termin steht noch nicht fest, aber sobald es soweit ist erfährst du es hier zuerst.

👉 Wenn du beim nächsten Mal dabei sein möchtest, schreib mir gerne:
📧 natur@schuetz-anja.de

Wandern, Verbinden, Atem holen

„Manchmal braucht es nur einen stillen Ort, einen offenen Himmel und ein paar gemeinsame Schritte – und wir erinnern uns wieder daran, wer wir sind.“


Ende April war es wieder so weit: Eine kleine Gruppe von Frauen aus verschiedenen Regionen Deutschlands folgte meiner Einladung zu einer feinen Wanderauszeit in der Schwäbischen Alb. Es war kein großes Abenteuer, sondern ein Raum für das Wesentliche: Natur, Verbindung, Ruhe und echte Begegnung.


Ein Wiedersehen auf alten Pfaden – und neuen Wegen

Unsere Wege hatten sich schon vor Jahren gekreuzt – auf Reisen, die weit führten. Aus diesen Begegnungen entstand eine langjährige Verbundenheit, die über Kontinente und Zeitzonen hinweg gewachsen ist. Die gemeinsame Zeit war immer geprägt von Mut, Entdeckergeist und der Freude an echten Erlebnissen.

Nach einer langen Pause, bedingt durch die Pandemie, war es nun an der Zeit, uns wiederzusehen. Die Schwäbische Alb wurde zu unserem Ort.


Von Hexennächten und Geistesblitzen

Was man wissen sollte: Die Frauen, mit denen ich unterwegs war, sind alle 65+. Und Hut ab – was sie bei unseren früheren Trekkingtouren geleistet haben, war bemerkenswert. Wir sind nicht einfach gereist – wir sind über gefrorene Seen gelaufen, haben Grenzen überquert – innen wie außen.

Doch nach der langen Pause hatte es eine Weile gedauert, bis ein Treffen möglich wurde. Ich selbst befand mich in einem großen Wandel – mein Leben war in Bewegung geraten, vieles hatte sich aufgelöst, beruflich stand vieles offen. Ein Treffen war zunächst nicht meine Priorität.

Dann jedoch spürte ich: Dieses Wiedersehen ist wichtig.

Eines Nachts, zwischen Gedankenwirbeln und innerer Unruhe, entstand die spontane Idee, die Auszeit um eine Nacht unter freiem Himmel zu erweitern – die sogenannte Hexennacht. Alle sagten zu. Ohne Zögern.

Diese spontane Nacht unter Bäumen war tief, mutig, verbindend – wie ein Tor in eine neue Zeit.


Die Hängematte – mein Tor ins Draußen

In der Zeit, in der wir uns nicht gesehen hatten, begann für mich selbst eine besondere Reise in die Natur. Nach Jahren, in denen Trekkingtouren nicht möglich waren, entschied ich mich für eine persönliche Visionssuche im Wald.

Ich entschied mich für eine Visionssuche – fünf Tage ohne Nahrung, ohne Wasser, allein im Wald.
Doch wie sollte ich schlafen? Die Vorstellung, auf dem Boden zu liegen – vielleicht feucht, vielleicht kalt, vielleicht etwas, das über mich krabbelt – war untragbar.

Ich entschied mich für die Hängematte.

Sie wurde mein sicherer Ort. Ich besorgte ein Tarp, stellte viele Fragen, nervte die Verkäufer.
Allein das Befestigen – ein kleines Abenteuer.
Dann endlich fand ich den Platz, den ich während der Vorbereitung noch nicht entdeckt hatte. Und gleich nach dem Kauf verbrachte ich meine erste Nacht draußen – in der Hängematte, unterm Sternenhimmel. Ich fühlte mich geborgen.

Die Visionssuche kam – und sie war tief. Aber das, was ich gesucht hatte, hatte sich schon vorher gezeigt: Ich kann draußen sein. Ich bin sicher. Ich gehöre hierher.

Noch während der ersten Nacht war mir klar: Wenn das vorbei ist, werde ich Hängematten kaufen – und anderen zeigen, wie kraftvoll und still das ist.

Und genau das habe ich getan.

So war es möglich, mit den „Hexen“ draußen zu übernachten – in dieser Walpurgisnacht, die zu einem unserer mutigsten und magischsten Erlebnisse wurde.
Ohne meine eigene Reise hätte es dieses Angebot nie gegeben.
Und heute weiß ich: Die Hängematte ist nicht nur ein Ausrüstungsgegenstand – sie ist ein Symbol für das Vertrauen in die Natur. Und in sich selbst.


Meine Rolle: Reisen mit Seele gestalten

Ich liebe es, Räume zu öffnen – für Menschen in Bewegung.
Meine Auszeiten sind keine fertigen Pakete, sondern lebendige Gefäße. Ich plane individuell, höre zu, spüre hin.
Jede Gruppe, jede Frau, jedes Bedürfnis ist anders – und so gestalte ich mit Hingabe und Klarheit genau das, was gerade stimmig ist.


Unser gemeinsamer Weg in der Alb

Mittwoch: Ankommen in Bad Urach

Wir trafen uns am Nachmittag im Stadtkern von Bad Urach, bezogen unser gemütliches Häuschen und ließen den ersten Abend mit einem italienischen Essen und lebendigem Austausch ausklingen.

Donnerstag: „hochgehbürzelt“ & „hochgehswiggert“

Diese 14 km lange Tour schenkte uns zauberhafte Laubwälder, glasklares Wasser, weite Ausblicke und das gute Gefühl, im eigenen Tempo gehen zu dürfen.
Nach der Wanderung kehrten wir ein – erfüllt, bewegt, verbunden.

Freitag: Wasserfallsteig & Klang am Fluss

Die Rundwanderung führte uns durch dichten Mischwald, hinauf zur Albkante mit Blick auf die Burgruine Hohenurach – begleitet von Wasserfällen und Vogelstimmen.
An einem stillen Flussufer spielte ich meine Seelenflöte, die ich wenige Wochen zuvor selbst gebaut hatte.
Ein Moment voller Tiefe – Musik, Stille, Natur und Herz im Einklang.

Samstag: „hochgehschätzt“ & Wimsener Höhle

Diese Etappe führte uns durch das Glastal – vorbei an Wacholderheiden und stillen Kraftorten.
Am Ende fuhren wir mit dem Boot in die Wimsener Höhle – begleitet vom Fährmann, der uns die geologischen Geheimnisse dieser Landschaft näherbrachte. Eine Reise in die Tiefe – im Außen wie im Innen.

Sonntag: Gewitter & gelassener Ausklang

Statt der geplanten Wanderung auf dem „hochgehkeltert“-Weg änderten wir flexibel unseren Kurs: Wir blieben in Bad Urach, genossen ein gemeinsames Frühstück, erkundeten den Ort und ließen unsere Auszeit friedlich und weich ausklingen.


Was bleibt?

Diese Reise war leise und kraftvoll zugleich.
Ein Raum, in dem Begegnung möglich war – mit sich selbst, mit anderen, mit der Erde.
Ein Erinnern daran, dass Wandern mehr ist als Fortbewegung: Es ist ein Lauschen. Ein Innehalten. Ein Weitergehen.

Ich bin zutiefst dankbar, solche Angebote gestalten zu dürfen. Sie sind klein, persönlich, getragen von Hingabe – und offen für Menschen, die sich berühren lassen möchten.


Interesse an einer Auszeit?

Ich begleite Menschen auf ihrem Weg – durch Natur, Klang, Bewegung und Stille.
Meine Wander-Auszeiten sind individuell geplant und richten sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden.
Wenn du dich angesprochen fühlst, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich auf neue Begegnungen


Zwischen Umbruch und Einladung

Ich selbst befinde mich in einer großen Wandlungszeit. Vieles ist im Fluss – beruflich wie persönlich.
Doch eines weiß ich sicher: Ich liebe es, Räume zu öffnen. Menschen zu verbinden. Den Ruf des Lebens zu hören – und ihm zu folgen. Vielleicht ist genau das mein Weg. Und vielleicht gehen wir ein Stück gemeinsam.


Stimmen aus der Gruppe

„Danke für diese schöne Beschreibung unserer Tour – und für alle deine bisherigen Wandertouren, die meinem Leben so viele schöne Momente geschenkt haben. Ich hoffe, das Leben hält noch einige Abenteuer für uns bereit – mit deinem Talent, Touren zu organisieren, die den Menschen einen Zugang zur Natur und zur Schönheit im Innen und Außen ermöglichen.“
Teilnehmerin der Schwäbische-Alb-Auszeit 2025

„Hab gerade deinen wunderbaren Artikel gelesen.
Herrliche Beschreibung unserer gemeinsamen Touren, worüber ich sehr dankbar bin. Kann mich dem Dank nur anschließen und zehre wohl das ganze Leben von diesen vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen.
Hoffen wir, dass das Leben noch einige schöne Abenteuer für uns bereit hält.

Teilnehmerin der Schwäbische-Alb-Auszeit 2025

Kräuterwanderungen – kleine, feine Wege zu Verbindung und Wissen

Heute verspüre ich den starken Impuls, endlich einen Blog über meine Kräuterwanderungen zu schreiben.

Ich liebe es, in der Natur zu sein – mich mit mir selbst und den Wildkräutern zu verbinden. Es erfüllt mich mit großer Freude, dass sich immer mehr Menschen, vor allem Frauen, aber auch einige Männer, für die Pflanzenwelt interessieren. Sie möchten nicht nur die Kräuter schmecken, sondern auch ihre Wirkung kennenlernen. Dieses Wissen weiterzugeben, ist mir ein Herzensanliegen.

Am liebsten führe ich kleine, feine Gruppen durch die Natur. Große Gruppen fühlen sich für mich oft wie eine Bühne an, auf der ich unterhalten soll – das ist nicht mein Weg. Ich wünsche mir, dass meine Teilnehmer*innen nach einer Wanderung motiviert sind, selbstständig Kräuter zu sammeln und sie ganz selbstverständlich im Alltag zu nutzen.


Begegnung mit D. – eine ganz besondere Tour

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Hospizbegleiterin lernte ich D. kennen. Sie wollte unbedingt eine Kräuterwanderung mit mir machen. Doch im Winter ist das für Anfänger nicht ganz so angenehm – trotzdem fragte sie mich bei jedem Treffen geduldig nach einem Termin. Anfang April war es dann endlich so weit: Wir trafen uns in ihrem liebevoll gepflegten Schrebergarten.

Ich finde es immer besonders stimmig, die Wanderungen in der unmittelbaren Umgebung der Teilnehmenden zu machen. So fällt es ihnen später leichter, sich zu orientieren und wiederzufinden, wo sie welche Kräuter entdeckt haben.

D. brachte noch eine Freundin mit, die ebenfalls neugierig auf die Welt der Wildkräuter war – das machte mir die Gestaltung der Tour noch leichter.


Kleine Schätze am Wegesrand

Schon im Garten fanden wir eine Vielzahl an Schätzen:
Löwenzahn, Gänseblümchen, Sauerampfer, Schnittlauch, Gundermann, Labkraut, Giersch, Wiesenschaumkraut, Lugenkraut, Brennnessel, Knoblauchsrauke, Rotklee, Goldnessel, Spitzwegerich, Weißdorn und sogar Bärlauch.

Ein kleiner Spaziergang in die Umgebung rundete die Tour ab – und bescherte uns noch einige zusätzliche Kräuter.


Eine köstliche Überraschung

Zurück im Garten dann die Überraschung: Ich erzählte den beiden Frauen, dass wir nun gemeinsam ein Wildkräutermenü kochen würden. D. wusste zwar im Vorfeld davon, rechnete aber eher mit einem kleinen Snack – nicht mit einem vollständigen Menü.

Dann noch eine weitere Überraschung: Zwei Mitbewohner warteten bereits im Gartenhäuschen. Kein Problem – wir hatten genug gesammelt, es würde für fünf Personen reichen.


Zubereitung mit allen Sinnen

Das Lungenkraut nutzten wir für einen Tee. D. und ihre Freundin breiteten die gesammelten Kräuter sorgfältig auf einem Tuch aus und sortierten alles noch einmal.

Schon beim Sammeln ist es mir wichtig, dass wir die Pflanzen mit allen Sinnen wahrnehmen – anschauen, riechen, schmecken. Das fördert das Wiedererkennen enorm.

Nach dem Sortieren schnitten die beiden Frauen die Kräuter für einen frischen Wildkräutersalat. Ich hatte ein passendes Dressing und einige weitere Zutaten in meiner geliebten Outdoorküche dabei. Auch Pellkartoffeln und Bärlauchquark hatte ich vorbereitet – eine wunderbare Grundlage.

Als weiteres Highlight packte ich meinen kleinen Gasgrill aus, erhitzte eine Pfanne und briet darin Brennnesseln und Giersch an, mit etwas Öl, Salz und Pfeffer – und fertig war unser Wildkräutermenü, mit dem niemand gerechnet hatte.

Und tatsächlich: Es reichte für alle fünf – ein kleines Wunder, das wir gemeinsam genießen konnten.


Ein Tag, der bleibt

Ein gelungener Tag neigte sich dem Ende zu – voller Freude, Erkenntnisse, Begegnungen und Geschmack.

Einige Tage später erreichte mich diese liebe Nachricht von Dagmar:

„Ach wie schön, Anja🤩! Ich hatte das Wochenende über Besuch von meinen Söhnen und habe jetzt erst deinen Blog gelesen. Was für eine tolle Überraschung!!! Nochmal die ganze Kräuterwanderung inklusive unserem leckeren & geselligen Essen Revue passieren zu lassen🌸🥗😋. Ich erinnere mich sehr gerne daran und habe schon vielen davon erzählt. Das war ein ganz besonders bereichernder Tag mit dir! Nochmals danke, danke, danke!“

Solche Worte berühren mich sehr. Sie zeigen mir, dass meine Art, Wissen zu teilen, wirklich etwas in Bewegung bringt.

Wenn du auch in die Welt der Wildkräuter eintauchen möchtest, melde dich gerne bei mir.
Ich freue mich auf viele weitere kleine, feine Touren – vielleicht auch mit dir?

Denn meine Kräuterwanderungen sind keine klassischen Führungen – sie sind Einladungen zum Lauschen, Berühren, Schmecken, Staunen.
Wenn dich das ruft, bist du herzlich willkommen.

„Wir tragen das Licht in uns – manchmal tief verborgen, manchmal flackernd, manchmal kraftvoll leuchtend.
In dunklen Zeiten ist es dieses innere Licht, das uns Orientierung, Wärme und Zuversicht schenkt.
Und wenn wir es wagen, es hinauszutragen – mit einer Fackel in der Hand und Verbundenheit im Herzen – kann es auch andere berühren.“


Mit der Fackel durch die Dunkelheit

Seit vielen Jahren darf ich dieses Symbol des Lichts in die Welt tragen: bei meinen Fackelwanderungen, die ich in Zusammenarbeit mit dem Gasthaus Panzhaus gestalte.

Was einst als zarte Idee begann, hat sich zu einer liebevollen Jahresbeginn-Tradition entwickelt – ein berührender Weg, das neue Jahr mit Licht und Verbindung zu begrüßen.

Die Nachfrage ist so gewachsen, dass wir inzwischen jedes Jahr zwei Termine zu Beginn des neuen Jahres anbieten – berührende Abende voller Licht, Stille, Wärme und Begegnung.


Alant – Sonnenkraft aus der Wurzel

Wenn sich das Licht des Sommers langsam zurückzieht, wende ich mich den Wurzeln zu. Der Alant – Inula helenium – begleitet mich schon lange. Als Sonnenpflanze speichert er das Licht des Sommers in seiner kräftigen, aromatischen Wurzel.
Ich ernte ihn bewusst im Herbst, beim abnehmenden Mond, wenn sich die Lebenskraft der Pflanze in die Tiefe zurückgezogen hat.

„Die Sonne speichert sich in der Wurzel – und wir dürfen sie teilen.“

Mit Hingabe verarbeite ich die Wurzel – nicht nur als Heilpflanze, sondern als Trägerin des inneren Lichts. Daraus entsteht ein besonderer Wein, den ich während der Fackelwanderung reiche: ein Trank, der wärmt, stärkt und das innere Licht erinnert.


Alantwein – Zwei Zubereitungen für dunkle Tage

Rezept 1: Kaltauszug mit Weißwein

Fein, klar und licht – ideal als Sonnenelixier für Übergangszeiten.

Zutaten

  • 30–40 g frische oder 15–20 g getrocknete Alantwurzel
  • 1 L trockener Weißwein (Bio-Qualität)
  • Optional: 1 TL Honig, etwas Orangenschale, Zimt oder Ingwer

Zubereitung

  • Alantwurzel säubern und klein schneiden
  • In ein sauberes Schraubglas geben und mit Weißwein übergießen
  • 10–14 Tage kühl und dunkel ziehen lassen, täglich schwenken
  • Danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen

Anwendung

Ein kleines Glas am Abend oder zu rituellen Anlässen, besonders in der dunklen Jahreszeit oder bei Übergangsritualen.


Rezept 2: Gekochter Alantwein mit Rotwein

Kräftig, wärmend und tief – fast wie ein pflanzliches Herzfeuer.

Zutaten

  • 30 g frische Alantwurzel, gewürfelt
  • 750 ml trockener Rotwein (z. B. Spätburgunder oder Zweigelt)
  • 1–2 TL Honig oder brauner Zucker
  • Optional: Zimt, Nelke, Orangenschale

Zubereitung

  • Wurzel mit dem Rotwein in einen Topf geben
  • Langsam erhitzen, aber nicht kochen – 20–30 Minuten sanft ziehen lassen
  • Abseihen und heiß oder warm genießen

Anwendung
Wohltuend bei innerer Kälte, Husten, Erschöpfung. Ideal auch zum Teilen während eines Rituals oder Abends am Feuer.


Fackelwanderung & Einkehr im Panzhaus

Gemeinsam mit den Teilnehmenden wandere ich durch die Dunkelheit – Fackeln in den Händen, Gespräche im Lichtschein, Stille unter den Bäumen. Es ist jedes Mal ein tiefes Erlebnis, das weit über das Gehen hinausgeht.

Im Anschluss empfängt uns das herzliche Team des Gasthauses. Dort, im gemütlich eingerichteten Nebenzimmer mit seinem alten Holzofen, dürfen wir uns aufwärmen und stärken – mit liebevoll zubereiteten, regionalen Köstlichkeiten aus der Region – „Ebbes von Hei“.

Ich freue mich jedes Jahr auf den Moment im Herbst, wenn ich gemeinsam mit dem Panzhaus-Team die neuen Termine plane – auf den Augenblick, in dem wir wieder zusammen das Licht in die Welt tragen dürfen.


Einladung: Lass dein Licht erstrahlen

„Ich bin das Licht, das durch die Dunkelheit tanzt.
Ich bin die Wurzel, die im Verborgenen wächst.
Ich bin die Flamme, die erinnert.“


Möchtest du dein Licht mit uns teilen?

Wenn auch du dein inneres Licht entzünden, stärken oder in die Welt tragen möchtest, bist du herzlich eingeladen zu den nächsten Fackelwanderungen:
🕯️ Am 13. Dezember 2025 und
🕯️ am 03. Januar 2026 gehen wir gemeinsam durch die Dunkelheit dem Licht entgegen.

„Das Licht in dir ist nicht dafür da, verborgen zu bleiben. Es ist da, um gelebt zu werden.“